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Diebstahl: Bis zu 6 Millarden Euro Schaden für Unternehmen

Wirtschaftskriminalität wird nicht immer nur im großen Stil begannen. Einer Studie von PricewaterhouseCoopers (kurz PwC) zufolge, entstehen bis zu 6 Millarden Euro Schaden für Unternehmen hierzulande. Betrug und Diebstahl durch Mitarbeiter finden demnach nicht nur in großen Unternehmen statt. Ebenso wird in kleineren Unternehmen, insbesondere im Einzelhandel, regelmäßig zugegriffen. Der Anteil am gesamtwirtschaftlichen Verlust ist zwar nicht statistisch bewiesen, nach Einschätzungen von Experten jedoch beträchtlich.

Mitarbeiter Meeting

© pixabay.com/StartupStockPhotos – Mitarbeiter Meeting im Büro

Vertrauen ist nicht immer gut

Ermöglicht durch fehlende oder unzureichende Kontrollen, ist die Verlockung besonders in kleinen Unternehmen offensichtlich sehr hoch, die eine oder andere Ware unauffällig verschwinden zu lassen oder „ausversehen“ falsch zu buchen. Bei bestehenden Kontrollmechanismen ist die Aufdeckungsrate von Straftaten in Unternehmen mit mehr als 200 Angestellten zwar relativ hoch, dennoch können sich auch diese Unternehmen keinesfalls sicher sein, dass die Mitarbeiter stets loyal handeln. Und das obwohl bereits Diebstahl im Wert von 5 Euro ein klarer Kündigungsgrund für den Arbeitnehmer ist.

Noch sparsamer sollten Chefs von Kleinunternehmen mit ihrem Vertrauensvorschuss für ihre Mitarbeiter umgehen, da oft die fehlenden Kontrollfunktionen ausgenutzt werden. Ob es nun das Toilettenpapier, Werkzeuge, Material oder Bargeldentnahme aus der Kasse sind, manche Mitarbeiter nehmen es leider oft nicht so sehr genau mit Dein und Mein. Sogar vor Teamwork wird nicht zurückgeschreckt. In Absprache mit Kollegen oder Zulieferern kann Diebstahl im Team noch einfacher umgesetzt werden, trotz der Gefahr, dass einer der Beteiligten „kalte Füße“ bekommen könnten. Unterm Strich kommen ernstzunehmende Verluste für Unternehmen zusammen. Und nur wenige Mitarbeiter scheinen zu realisieren, dass sie durch ihre Taten am Ende ihren eigenen Arbeitsplatz gefährden könnten.

Das richtige Maß zur Kontrolle finden

Natürlich sollte man als Chef nicht jeden Mitarbeiter per se unter Generalverdacht stellen, denn es gibt viele vertrauenswürde Angestellte. Diese leiden dann auch besonders, wenn sie zu Unrecht kontrolliert werden. Und Kontrolleinrichtungen haben zusätzlichen den Nachteil, dass sie ab einem bestimmten Punkt sehr zeit- und kostenintensiv sind. Somit sollten Unternehmer mindestens auf eine solide geführte Buchhaltung Wert legen und somit ein Mindestmaß an Kontrolle erreichen. Denn eine schnittstellenübergreifende Überprüfung des Betriebsablaufes, über mehrere Instanzen, kann ein mögliches Fehlverhalten einzelner Mitarbeiter zumindest eindämmen.

Detektive als lohnenswerte Investition

Liegt jedoch tatsächlich ein dringender Verdacht zur Untreue vor, sollte der Chef, im eigenen Interesse, aktiv werden. Bereits in vielen Einzelunternehmen wird der Einsatz von Detektiven umgesetzt um Ladendiebstähle, sowohl von Kunden wie auch Mitarbeitern, aufzudecken. Aber auch bei weiteren Fällen kann die Inanspruchnahme einer Observation durch Detektive durchaus sinnvoll und eine lohnenswerte Investition für das Unternehmen sein.

Die Detektei Lentz ist mit vielen Detektiven in Berlin unterwegs und hat schon so mach kuriosen Fall vorgefunden. So zeigt es das Beispiel eines Unternehmers, der gleich von zwei seiner Mitarbeiter regelmäßig betrogen wurde. Diese ließen sich regelmäßig zur selben Zeit krankschreiben und verdienten sich während dieser Zeit zusätzliches Geld durch Schwarzarbeiten. Dies konnte durch eine Observation nachgewiesen werden und beide Mitarbeiter wurden fristlos entlassen. Denn ihr Fehlverhalten beschränkt sich nicht nur auf den Missbrauch durch widersprüchliches Fehlverhalten während einer Krankschreibung und die verbotene Schwarzarbeit. Sondern es handelt sich hierbei auch um Lohnfortzahlungsbetrug, der eine fristlose Kündigung zur Folge hat.

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