Du bist hier: Berlintrends.de // Politik // EU-Plan: Regulierung für Wasserverbrauch von Armaturen

EU-Plan: Regulierung für Wasserverbrauch von Armaturen

Wasserverschwendung, Wassermangel – führt der sparsamere Umgang mit dem Grundnahrungsmittel zu einer gerechteren Verteilung in der Welt oder dienen Restriktionen eher dazu, Spekulanten Nährstoff zu liefern, damit die Preise in die Höhe getrieben werden?

Badewannenarmatur

© pixabay.com/Hans – Eine handelsübliche Badewannenarmatur

Restriktionen aus Brüssel

Die oberste Verwaltung der Europäischen Union hat sich eine neue alte Strategie ausgedacht, um den Verbrauch im Kontinent drastisch einzuschränken. Zwar sind die Pläne bislang nicht spruchreif, doch erste Anzeichen dafür unübersehbar, wie auch die Zeitschrift Welt.de berichtete. Nachdem auf diese Weise die gute alte Glühbirne aus deutschen Vorratschränken verbannt worden ist, soll es bald den Armaturen im Badezimmer an den Kragen gehen. Was neu angeschafft wird, darf nur noch ressourcenschonend mit dem wichtigen Rohstoff umgehen, alles andere ist eben einfach nicht mehr zu haben. Die meisten neuen Armaturen sind bereits ressourcenschonend, wie bspw. die Armaturen von Dornbracht bei Emero. Auch die anderen großen Hersteller fühlen sich für die Pläne der EU gewappnet.

Nun dürften Armaturen in Gebrauch länger vorhalten als die Bestände an Glühbirnen, doch die Richtung ist dieselbe. Wer nicht freiwillig zu der vermeintlich besseren Einsicht kommt, der wird eben dazu gezwungen. Unter dem Vorwand des Umweltschutzes wird der Wirtschaftskreislauf neu befeuert – zum Besten der Menschheit, versteht sich.

Kanalsystem anderweitig klären

Dabei hat das Wassersparen zumindest für das Kanalsystem erwiesenermaßen auch negative Auswirkungen, doch dem lässt sich ja auch anderweitig begegnen, durch ein Kontingent neuer Aufträge beispielsweise. Am Wasser zu sparen, gibt eine klare Leitlinie ab, weiß doch jeder, dass Dürrekatastrophen vernichtende Ausmaße annehmen können. Dass in Europa gespartes Wasser den Kindern in Afrika nicht hilft, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wenn Spenden nicht da ankommen, wo sie vielleicht angebracht wären, ist das Gewissen ja auch beruhigt. Wer daraus sein Kapital schlägt, bleibt wirkungsvoll im Dunkeln, unter Deckmäntelchen lässt sich diskret und effizient operieren.

Neue Strategien sind gefragt

Mögliche Widerstände von Länderregierungen werden durch Verwaltungsvorschriften auf übergeordneter Ebene schlicht ausgehebelt, auf die Ergebnisse kommt es an. Und den Wasserhähnen sollen alsbald die Dichtungen an den Fenstern, Stromkabel, Server und Kühlschränke für gut temperierte Weine folgen. Wem das alles wirklich dient, ist noch nicht auszumachen, sicher aber, dass Abwehrmaßnahmen ziemlich zwecklos sein dürften, es sei denn, die neue alte Strategie ruft neue Strategien auf den Plan. Die Möglichkeit der weiteren Erhöhung von Abwassergebühren jedenfalls scheint vorerst ausgereizt zu sein.

Ähnliche Beiträge auf Berlintrends.de

  • Berlin: Pflegeheime sind für viele unbezahlbar

    Berlin: Pflegeheime sind für viele unbezahlbar

    Die Nachfrage regelt bekanntlich den Preis. Diese alte Weisheit trifft natürlich auch auf die Pflege älterer Menschen zu, und so sind die Kosten dafür in den letzten Jahren ständig weiter ...

Hinterlasse ein Kommentar