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Wohnungsbau: 7.764 neue Wohnungen in Berlin in 2012

In Berlin wurden im letzten Jahr mit 7764 ungefähr 38,5 Prozent mehr Wohnungen gebaut als im Jahr 2011. Die Schaffung neuen Wohnraums scheint schon allein angesichts stetig steigender Einwohnerzahlen unumgänglich. Das berichtete auch vor kurzem die Berliner Morgenpost.

Berlin Wohnungen

© free-fotos-berlin.de – Berliner Wohnungen im Hansaviertel

Mangelware bezahlbarer Wohnraum

Obwohl in der Hauptstadt inzwischen der Bauboom wieder einzusetzen scheint, wird bezahlbarer Wohnraum immer rarer. Zwar sinkt die Leerstandsquote, gleichzeitig aber steigt die Bevölkerungszahl kontinuierlich. Bereits heute wird bis zum Jahr 2030 eine Zunahme der Einwohnerzahl um ca. 250.000 Personen prognostiziert. Dies bedeutet, dass ein Bedarf von etwa 122.000 neuen Wohnungen entstehen wird.

Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen plant daher, ebenso wie diverse kleinere Unternehmen, für die kommenden Jahre umfangreiche Neubauvorhaben. Allein die Berliner Degewo kündigt den Neubau von ca. 1500 Wohnungen an. Aufgrund der starken Nachfrage werden inzwischen auch Projekte, die zurückgestellt worden sind, angegangen. So soll zum Beispiel das bereits seit über 10 Jahren geplante Hochhaus am Alexanderplatz, das zunächst in erster Linie Büros beherbergen sollte, vor allem Wohnungen enthalten.

Preissteigerungen zu erwarten

Der Bauboom wird aller Voraussicht nach zu einer Preissteigerung am Wohnungsmarkt in den folgenden drei Jahren um etwa 8 Prozent, sowohl bezüglich der Miet- als auch der Eigentumswohnungen, führen. Für die Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen könnte dies eine Verdrängung aus der Stadt bedeuten. Um dieser Entwicklung entgegen zu treten, benötigt auch Berlin eine Wohnungsbauförderung, die den Bedarf für die Mitte gezielt unterstützt und außerdem den sozialen Wohnungsbau in den kommenden Jahren in den Focus nimmt. Pankow schiebt als erster Bezirk der Stadt der Luxusmodernisierung einen Riegel vor, hier dürfen in einigen Teilen ab Januar dieses Jahres weder kleinere Wohnungen zu größeren zusammengelegt, noch Miet- in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Auch Luxussanierungen, die den Einbau von Kaminen oder Fußbodenheizungen vorsehen, werden nicht mehr genehmigt.

Eine ähnliche Regelung wird auch im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg verfolgt. Ziel ist es jeweils eine Durchmischung der Bevölkerungsschichten zu erhalten und die alteingesessenen Bewohner nicht zu verdrängen. Seitens des Hauseigentümerverbands Haus & Grund wird allerdings eingeworfen, dass diese Maßnahmen dazu führen werden, dass die Eigentümer gar nicht mehr in ihre Häuser investieren.

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