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Vectoring-Technik: Schnelleres Internet kann kommen

Das Internet ist heutzutage aus dem Leben der Deutschen nicht mehr weg zu denken. In kaum einer Ecke gibt es kein DSL oder schnellen Kabel-Internet Anschluss. Doch auch hier im gut erschlossenen Berlin hört man oft von zu geringen Geschwindigkeiten. Die Anbieter werben zwar mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s, doch nur selten erhält man diese Geschwindigkeit auch. Dies soll bald ein Ende haben, durch das VDSL2 Vectoring ist es möglich die Downloadgeschwindigkeit auf 100 Mbit/s und im Upstream auf 40Mbit/s zu erhöhen.

Internetkabel

© pixabay.com/PublicDomainPictures – Internetgeschwindigkeiten in Berlin

Messkampagne der Bundesnetzagentur für Internetgeschwindigkeiten

Erst gestern hat die Bundesnetzagentur (www.initiative-netzqualitaet.de) die Ergebnisse einer Messung der tatsächlichen Internetgeschwindigkeiten veröffentlicht. Die Ergebnisse sind eindeutig. Die Studie belegt das eine Vielzahl von Kundenbeschwerden über die Abweichungen zwischen der vertraglichen Bandbreite und der tatsächlichen berechtigt ist. Lediglich 20 Prozent der getesteten Anschlüsse erreichten 100 Prozent der versprochenen Geschwindigkeit bei Vertragsabschluss. Wer sich vorab über die Geschwindigkeit eines Anbieters informieren möchte, der kann sich auch die Speedmap auf www.Top-DSL.com genauer anschauen. Hier findet man viele Messungen für Berlin auf einer übersichtlichen Karte angezeigt.

Der Streit mit der Konkurrenz um die Kabelverzweiger

Die deutsche Telekom stellte am 19. Dezember 2012 bei der Bundesnetzagentur einen Antrag zur Regulierungsverfügung. Seit Monaten diskutieren die Telekom und andere Wettbewerber und Konkurrenten über die Nutzung des verbesserten Datenanschlusses. Aufgrund der Angst die deutsche Telekom würde die konkurrierenden Unternehmen vom Breitbandausbau ausschließen. Das Vectoring wird an den Kabelverzweigern eingesetzt und führt dort zu einer Verbesserung der Übertragungsgeschwindigkeit. Diese Grauen Kästen am Straßenrand sind der letzte Knotenpunkt der Kabel, bevor sie zum Kunden nach Hause führen. Doch zudem gehen Störsignale, bei dieser Art der Verbesserung, von anderen Nutzern an den Schaltstellen aus und deshalb sollte nur ein Anbieter diese Kabelverzweiger nutzen.

Die Aufrüstung mit der Vectoring Technik soll großflächig werden

Der Ausbau der Breitbandübertragung via Vectoring soll der deutschen Telekom nun dort gestattet werden, wo Kunden auf Glasfaserkabel und Kabelnetzanbieter zugreifen können, doch darüber hinaus dürfte die Telekom den Wettbewerbern, die in Gebieten ohne eine zweite Netzinfrastruktur das Monopol führen, den Zugang zu diesen Kabelnetzverzweigern nicht verweigern, wenn diese das schnelle Internet Erschlossen haben.

Die deutsche Telekom will natürlich weiterhin Glasfaserkabel verlegen lassen, doch durch die Aufrüstung des Netzes mit Hilfe des Vectorings fallen die Kosten niedriger aus als befürchtet. Hinzukommend verspricht dieses frühere Monopolunternehmen, dass es weiterhin 65 Prozent der Haushalte mit dieser Technik versorgen möchte.

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